Industrie-Metalle - Experten sehen überwiegend Aufwärts-Potenzial!
19.03.2015 | Marc Nitzsche (Rohstoff-Trader)
Seit Herbst 2014 befinden sich die Notierungen der Industrie-Metalle auf Talfahrt. Innerhalb dieser Zeit verbilligten sich Kupfer & Co ausgehend von einem bereits stark reduzierten Kurs-Niveau nochmals zwischen gut zehn (Zink) und knapp 23 Prozent (Nickel). In den letzten Wochen meldeten sich allerdings immer mehr Analysten zu Wort, die eine baldige Trend-Wende nach oben in Aussicht stellen. Aber sollen Anleger tatsächlich schon jetzt aggressiv auf höhere Buntmetall-Preise spekulieren?
Sorgen vor Überangebot nicht unberechtigt!
Hauptgrund für die Basismetall-Baisse sind die Sorgen vor einem Überangebot, die angesichts des sich abzeichnenden schwächeren wirtschaftlichen Wachstums vor allem in China durchaus nachvollziehbar sind. Immerhin ist das Reich der Mitte der weltweit größte Verbraucher dieser Rohstoffe. Aber auch in Europa und sogar in den USA ist konjunkturell nicht alles Gold, was glänzt.
Wenig hilfreich für die ohnehin nicht allzu üppige Nachfrage ist auch der immer festere US-Dollar, der die Industrie-Metalle in Nicht-Dollar-Räumen verteuert. Gleichzeitig könnte der Ausstoß zunehmen, da die kollabierten Energie-Preise zur Folge haben, dass sich die Erzeugnisse teils sogar erheblich günstiger produzieren lassen.
Ball flach halten!
Abgesehen von der zu erwartenden leichten Erholung des Ölpreises dürften diese Umstände die Buntmetall-Kurse auch in der näheren Zukunft belasten. So wird die chinesische Nachfrage vorerst wohl eher zurückgehen als sprunghaft steigen, nachdem die Regierung das Wachstums-Ziel für 2015 auf 7,0 Prozent (7,5 Prozent für 2014) senkte. Da zudem auch der Greenback weiter aufwerten dürfte, sollten Anleger den Industrie-Metall-Ball lieber flach halten.
© Marc Nitzsche
Chefredakteur Rohstoff-Trader
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