RTE Johannesburg - (www.emfis.com) - Geht es nach der Einschätzung diverser Experten, wird Südafrika längerfristig nicht umhin kommen, sich nach Alternativen zum Gold-Abbau umzuschauen, da diese Industrie bereits in absehbarer Zeit in existentielle Schwierigkeiten geraten könnte.
Denn die Gold-Reserven des Kap-Staats schmelzen dahin, wie der sprichwörtliche Schnee in der Sonne. Befanden sich 2005 etwa 6.234 Tonnen des "gelben Metalls" im Erdreich, sind es aktuell lediglich noch 4.238 Tonnen. Verantwortlich dafür ist in erster Linie der Umstand, dass während der Gold-Baisse zwischen 1980 und 2000 die südafrikanischen Goldgräber gezwungen waren, vor allem erdnahe Vorkommen anzuzapfen, um wirtschaftlich überhaupt einigermaßen über die Runden zu kommen. Da diese kostengünstig abbaubaren Reserven nunmehr nahezu vollständig erschöpft sind, müssen die Unternehmen erheblich tiefer bohren, wodurch die damit verbundenen finanziellen Aufwendungen steigen.
Zudem enthalten viele noch vorhandenen südafrikanischen Gold-Vorkommen nur eine vergleichsweise geringe Konzentration des "gelben Metalls". Geht der Reserven-Schwund in dem Maße wie in den vergangenen fünf bis sechs Jahren weiter, stünde die Gold-Industrie in Südafrika bereits in 13 bis 14 Jahren vor ihrem endgültigen Aus.
Output bereits erkennbar rückläufig
Wie angespannt die Lage in dem ehemaligen Apartheid-Land ist, belegt der Umstand, dass der Output ungeachtet der scheinbar nicht enden wollenden Gold-Hausse in den zurückliegenden fünf Jahren von 375 auf 200 Tonnen jährlich gefallen ist. Zahllose Rationalisierungsmaßnahmen führten zu diesem deutlichen Produktions-Minus. Darüber hinaus mussten bereits einige Schächte wegen der unzureichenden Rentabilität geschlossen werden, worunter die gesamte Infrastruktur des Sektors leidet.
Unterm Strich sind die längerfristigen Aussichten der südafrikanischen Goldminen-Betreiber sehr durchwachsen, insbesondere auch weil trotz der Reduzierung des Outputs viel mehr Gold gefördert wird, als neue Vorkommen identifiziert werden.
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