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Marktbericht Edelmetalle: Gold und Silber - Gefangen in der Trading-Range

01.06.2012  |  EMFIS
New York - (www.emfis.com) - Wenig Neues bei Gold und Silber. Die Edelmetalle eierten gestern uninspiriert herum. Es hat sich eine Trading-Rage herausgebildet.

Der Comex Gold Future für August fiel gestern um 0,1 Prozent auf 1.564,20 US-Dollar pro Unze. Der Silber-Future für Juli korrigierte unterdessen 0,8 Prozent auf 27,76 US-Dollar. Platin verteuerte sich um 1,2 Prozent auf 1.417,60 US-Dollar, während Palladium um 5,00 US-Dollar auf 610,00 US-Dollar stieg.

Im abgelaufenen Monat ist Gold um 6 Prozent gefallen. Silber hat im Monatsvergleich ein Minus von fast 11 Prozent verzeichnet.


Wirtschaftsdaten belasten Kurse

Schlechter als erwartete Wirtschaftsdaten zogen die Kurse gestern nach unten. Die Edelmetalle zeigten jedoch eine gewisse Widerstandskraft, sodass das Minus letztendlich nicht gravierend ausfiel. Negativ ist jedoch, dass die Kurse im Tagesverlauf von einer temporären Schwäche des US-Dollar nicht profitieren konnten.

Der vielleicht bedeutendste Faktor ist derzeit die Bankenkrise in Spanien. Das Land ist immerhin die viertgrößte europäische Wirtschaftsnation, die sich nicht aus der Portokasse refinanzieren ließe. Anscheinend versuchen IMF und EU derzeit, sich gegenseitig den Schwarzen Peter zuzuschieben, wer die Kosten übernehmen soll. Spanien wiederum hofft, die Krise mit eigenen Mitteln zu überstehen.


Inflation wird kommen

Es ist absehbar, dass die angeschlagenen Banken in Europa bald mit massiven Finanzmitteln gestützt werden. Da die Kanzlerin Merkel unter ihren europäischen Kollegen zunehmend isoliert ist, wird sie sich mit ihrem rigiden Sparkurs auf Dauer nicht durchsetzen können. Es ist absehbar, dass die Geldhähne wieder aufgedreht werden, was wiederum in einer gesteigerten Inflation resultieren wird. Allerdings ist es derzeit zweifelhaft, dass es noch rechtzeitig geschehen wird, um einen temporären Absturz der Aktienmärkte und Rohstoffe zu verhindern.

Zumindest sind dies gute Aussichten für Anleger, die Edelmetalle physisch besitzen: Sobald am Markt durchgesickert ist, dass neue Gelder fließen, könnten Edelmetalle und Aktienkurse eine dramatische Erholungsrallye hinlegen.

Doch davon ist aktuell noch nichts zu spüren. Vielmehr besteht derzeit die Gefahr, dass die Kurse kurzfristig unter die massive Unterstützungszone abrutschen. Gold befindet sich derzeit in einer Trading-Rang zwischen 1570,00 und 1550,00 US-Dollar. Silber pendelt zwischen 28,28 und 27,50 US-Dollar. Um die Ausbildung einer bearishen Flagge zu verhindern, müsste Gold zwingend über 1580,00 US-Dollar steigen und Silber über den Widerstand bei 28,80 US-Dollar. Sollte dies nicht geschehen, ist Vorsicht angebracht.
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